
Wie kann Bremen ein gemeinsames Zentrum für unterschiedliche zivilgesellschaftliche Organisationen und Netzwerke bekommen und wie könnte dies aussehen? Das diskutierte die LAGS in einem World Café zu den aktuellen Planungen für ein „Bremen Global Village“ (BGV). Solch einen Ort gibt es zum Beispiel schon in Berlin-Neukölln.
Weiteres Thema bei dem transkulturellen Arbeitstreffen im Nachbarschaftshaus “Helene Kaisen” war die Bewerbung des Landes Bremen als Deutschlands Zentrum gegen Kolonialismus. Mit ihren zahlreichen kolonialen Bezügen zu Kolonialverbrechen und den Profiten, die Hanse- und Seestadt aus der Kolonialzeit gezogen haben, sind Bremen und Bremerhaven sicher ein geeigneter Ort. Aus unserer Sicht darf aber nicht der Fehler gemacht werden, dass dieses sensible Projekt nur ein kleiner Kreis aus Politik und Museumsszene ohne die interkulturellen Gemeinschaften aus dem globalen Süden und ohne die zivilgesellschaftlichen Akteure plant und umsetzt. Die LAGS mit ihren zahlreichen Aktiven und Netzwerkfreund:innen aus ehemaligen Kolonien Deutschlands und anderen Ländern hat dazu die klare Haltung „Nichts über uns ohne uns“ – nicht ohne die von kolonialen Verbrechen und ihren Folgen betroffenen Menschen mit und ohne Behinderungen!
Eins wurde gestern deutlich: Die LAGS möchte das „Globale Dorf Bremen“ aktiv, solidarisch, positiv-kritisch und kreativ mitgestalten. Wir danken dem Stadtteilbeirat Bremen-Gröpelingen sehr herzliche für die finanzielle Unterstützung aus seinen Globaslmitteln!