Am 3. Dezember 2020 fanden am Internationalen Tag der Menschen mit Behinderungen auf Aufruf der Aktion Mensch in ganz Deutschland Aktionen behinderter Menschen statt. In Bremen veranstaltete aus diesem Anlass der AK Bremer Protest eine kleine Demonstration auf dem Bremer Marktplatz. Ein Trommel-Künstler und eine kleine Straßenfeger-Kolonne der Maskengruppe des Blaumeier-Ateliers unterstützten die Vertreter*innen der Behindertenverbände fröhlich und witzig. Vorher hatten in einem Workshop einige Aktivist*innen des AK Protest Schilder mit Forderungen hergestellt.

Mit den Schildern wiesen die Demo-Teilnehmer*innen am Donnerstag auf Forderungen hin, die bereits am 20. November in einem „Behindertenparlament EXTRA“ vorgestellt wurden. Im Mittelpunkt der Demonstration stand die Lage von Menschen mit Behinderungen und psychosozialen Gesundheitsproblemen in der Zeit der Corona-Pandemie.

In den Reden von Dr. Joachim Steinbrück, dem Landesbehindertenbeauftragten Arne Frankenstein, Staatsrat a.D. Horst Frehe und Aktivistin Bettina Fenzel ging es um Forderungen mit einem gemeinsamen Ziel: Teilhabe und Selbstbestimmung dürfen nicht mit dem Argument der Pandemiebekämpfung schrittweise zurückgedrängt werden. Die Demo war live im Internet zu sehen und wurde fotografisch und filmisch festgehalten und in Deutsche Gebärdensprache übersetzt. Mit der Corona-gerechten kleinen, lauten und bunten Demo konnten die Behindertenverbände mit Nachdruck und medienwirksam auf ihre Forderungen hinweisen.

Bericht: Gerald Wagner, Fotos: Frank Scheffka