Der IRRTURM ist eine Veröffentlichung, die von Menschen mit Krisen- und/oder Psychiatrieerfahrung, Angehörigen und Interessierten gestaltet wird. Der IRRTURM übt Kritik an der vor allem medizinisch ausgerichteten Psychiatrie. Eng damit verbunden ist der Gedanke des Empowerments sowohl auf individueller Ebene als auch als politischer Bewegung. Dazu gehören die Wiedergewinnung der eigenen Handlungssicherheit und das Erkennen und Nutzen von Entscheidungsmöglichkeiten. Mit anderen Worten: die Selbstbemächtigung. Auf diese Weise kann Selbstbestimmung zurückgewonnen und ein positives Selbstbild gestärkt werden. Die gemeinsame Arbeit an der Lebensgeschichte und der Austausch darüber führen zu einem Zusammengehörigkeitsgefühl, durch welches das Ich-Wissen zum Wir-Wissen wird.

Das Verfassen von Texten sowie deren Durcharbeitung über Formen konstruktiver Rückmeldungen unterstützt die Strukturierung und Einordnung der Erfahrungen, die aufgrund der psychischen Erkrankung und im Zusammenhang mit der Psychiatrie gemacht wurden. Die Vertretung eigener Anliegen und die Selbsterkenntnis als einer interessengeleiteten Gruppe fördert die Anti-Stigma-Arbeit auf unterschiedlichen Ebenen. Der IRRTURM eröffnet Handlungskompetenz für den Umgang mit einer stigmatisierten Gruppe. Er bietet die Möglichkeit für Wissensaufbau an und schafft die Grundlage für eine wohlwollende, aufgeklärte Haltung in der Gesellschaft. Der Abbau von Vorurteilen wird angestrebt.

Jetzt ist der IRRTURM mit einer eigenen Homepage im „Netz“ vertreten und online. Unter diesem Link können alle wichtigen Informationen rund um dieses wichtige Sprachrohr psychisch beeinträchtigter Menschen eingesehen werden: https://www.irrturm.info