Im Rahmen des Europäischen Protesttages gegen Diskriminierung und für die Gleichstellung behinderter Menschen veranstaltete der Arbeitskreis Bremer Protest am 3. Mai 2017  in diesem Jahr bereits seinen 25. Bremer Protesttag. Rund 400 Menschen mit und ohne Behinderung nahmen in diesem Jahr an dem Demonstrationszug vom  Hauptbahnhof zum Marktplatz und an der anschließenden Kundgebung vor dem Haus der Bremischen Bürgerschaft teil. Darüber hinaus präsentierten die LAGS, der Werkstattrat und andere Selbsthilfeorganisationen ihre Arbeit an Informationsständen auf dem Bremer Marktplatz.

Bereits während der von Florian Grams geleiteten und moderierten Demonstration kamen zahlreiche Teilnehmende mit ihren Forderungen zu Wort: Bessere Teilhabemöglichkeiten in allen Bereichen des Berufs-, Freizeit- und Alltagslebens, mehr Geld für Werkstattbeschäftigte, mehr Barrierefreiheit auf Verkehrswegen, im Wohnungsbau und an öffentlichen Gebäuden, sowie Initiativen gegen die Diskriminierung und Beleidigung von behinderten Menschen im Alltag waren einige der Kernforderungen am heutigen Tag. Die zentralen Forderungen des AK Bremer Protest nach mehr Neubau bezahlbarer barrierefreier Wohnungen, behindertengerechtem Umbau bestehender Wohnungen und mehr Barrierefreiheit an und in öffentlichen Gebäuden, insbesondere des Bremer Rathauses, unterstützten zahlreiche Besucher/innen und Teilnehmende des 25. Bremer Protesttages mit ihren Unterschriften auf ausliegenden Listen.

Hauptredner/innen auf der Kundgebung waren Bremens Landesbehindertenbeauftragter Dr. Joachim Steinbrück, Martina Reicksmann vom Blinden- und Sehbehindertenverein Bremen und Heike Oldenburg (EXpA). In den von Wilhelm Winkelmeier (Selbstbestimmt leben e. V.) moderierten Reden  stand  – ganz im Sinne des diesjährigen Mottos der Aktion Mensch, „Wir gestalten unsere Stadt“ – die behindertengerechte und barrierefreie Gestaltung unserer Städte Bremen und Bremerhaven im Mittelpunkt der Wortbeiträge. Für musikalische Begleitung sorgte die Band „Clubrock“ des Bremer Martinsclubs.

Die Organisation des Protesttages erfolgt traditionell durch die Landesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe behinderter menschen Bremen e. V., dem Werkstattrat Bremen, dem Landesverband der Gehörlosen sowie weiteren Organisationen der Behindertenselbsthilfe. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer trugen auch in diesem Jahr wieder zum Gelingen der Veranstaltung bei. Allen Beteiligten sei an dieser Stelle sehr herzlich gedankt!